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Juso AG Schriesheim-Dossenheim

10.11.2008 in Gemeindenachrichten

Neue Jugendsozialarbeiterin in Schriesheim

 

Diese Woche wurde in einem Gremium, dem Vertreter aus dem Gemeinderat, der Verwaltung, sowie der Push e.V. und der Jugendgemeinderat angehörten, die neue Jugendsozialarbeiterin ausgewählt.
Ich möchte an dieser Stelle der neuen Jugendsozialarbeiterin Nicola Klamer gratulieren und sie herzlichst in Schriesheim willkommen heißen.
Wir selbst hatten leider keinen Einfluss auf die Wahl, sind aber sicher, dass mit Frau Klamer eine kompetente Jugendsozialarbeiterin ausgesucht wurde.
Wir hoffen allerdings sehr, dass die Stimmen der Jugendlichen, also des Push e.V. und vor allem auch des Jugendgemeinderates, der schließlich ein von den Jugendlichen gewähltes Organ ist, entsprechend Gehör und Bedeutung gefunden haben!
An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal darauf hinweisen, dass wir an unserem Novemberstammtisch, der am 18.11.08 stattfinden wird, unser bestehendes Konzept zur offenen Jugendarbeit („KOJA“) in Schriesheim von 2004 besprechen und aktualisieren werden.
In einer wichtigen Thematik sind wir uns allerdings bereits jetzt einig. Da auf dem Push Gelände wohl bereits in naher Zukunft auch ein offener Betrieb eingerichtet werden kann, reicht es unserer Meinung nicht aus, wenn Frau Klamer lediglich die Arbeit von Frau Burwitz fortsetzt. Bei den neuen Möglichkeiten, die sich durch das Push Gelände in der offenen Jugendarbeit ergeben, sollte die neue Jugendsozialarbeiterin unserer Meinung nach eine wesentliche Position einnehmen.

Marco Ginal für die Jusos Schriesheim-Dossenheim

 

02.11.2008 in Gemeindenachrichten

Jahreshauptversammlung 2008

 

Vergangene Woche fand die Jahreshauptversammlung der Jusos Schriesheim-Dossenheim statt.
Unser Sprecher Jens Ginal hatte bereits im Vorfeld aus beruflichen Gründen seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt. Leider wird er Schriesheim verlassen und in Berlin ins Berufsleben starten. Zu seiner Verabschiedung waren auch Mitglieder des Ortsvereins und der Gemeinderatsfraktion gekommen. Ihr Bedauern über den Weggang eines „sehr guten Parteifreundes und engagierten Mitstreiters“, brachten für die SPD Schriesheim deren Vorsitzender Sebastian Cuny und der Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Krieger zum Ausdruck. Sie dankten Jens für seinen unermüdlichen Einsatz und würdigten sein Engagement für Schriesheim.
Die Jusos Schriesheim-Dossenheim möchten sich auf diesem Weg nochmals diesem Dank anschließen und wünschen Jens Ginal einen erfolgreichen und guten Start in Berlin.
Nachdem Jens uns in seinem Rechenschaftsbericht noch einmal vor Augen geführt hatte, dass wir in den letzten beiden wahlkampffreien Jahren mit Veranstaltungen und Aktionen zu Themen wie Jugendgewalt, Studiengebühren oder der Unterschriftenliste zum Branichtunnel sehr präsent und aktiv vor Ort waren, wurde folgender neuer Vorstand einstimmig gewählt:

1. Vorsitzender: Marco Ginal
2. Vorsitzender: Nicolas Masing
Kassenwart: Thomas Schmelzer
Schriftführer: Moritz Baier
Kassenprüfer: Hannes Künemund und Patrick Weise

Unser neuer Sprecher Marco Ginal gab nach den Vorstandswahlen einen Ausblick auf das „Superwahljahr 2009“. Bis Juni werden wir Jusos nicht nur versuchen einen ähnlich guten Kommunalwahlkampf wie 2004 hinzulegen, sondern auch Jugendlichen die Bedeutung Europas bzw. der Europawahl näher zu bringen.
Bei der Bundestagswahl setzen wir sehr große Priorität darauf gemeinsam mit unserem Bundestagsabgeordneten Lothar Binding das Direktmandat im Wahlkreis zurück zu erobern.
Lothar Binding ist nicht nur sehr präsent in seinem Wahlkreis, insbesondere Schriesheim, wo er gerade vor 2 Wochen wieder einen Sonntag opferte um über 10 Jahre Regierungsbeteiligung zu referieren, sondern hat vor allem auch immer ein offenes Ohr, auch für Jugendpolitische Themen und uns Jusos.
Desweiteren war es uns ein sehr wichtiges Anliegen über die zu besetzende Jugendsozialarbeiterstelle in Schriesheim zu reden. Die offene Jugendsozialarbeit war schon immer das Kernthema von uns Jusos in Schriesheim, weshalb wir nicht nur die Auswahl genauestens verfolgen werden, sondern uns bei unserem nächsten Stammtisch unser bestehendes Konzept zur offenen Jugendarbeit („KOJA“) von 2004 erneut diskutieren und anhand der aktuellen Entwicklung überarbeiten wollen. Dabei ist für uns bereits jetzt klar: Die/der neue Jugendsozialarbeiter/in muss definitiv eine bedeutende Rolle beim offenen Betrieb auf dem Push-Gelände einnehmen.

Marco Ginal für die Jusos Schriesheim-Dossenheim

 

13.02.2008 in Gemeindenachrichten

09.01.08

 

Der sanfte Roland
Der hessische Ministerpräsident Roland Koch äußert sich dieser Tage derart inflationär, dass man leicht den Überblick verliert, was er jugendlichen Straftätern, insbesondere ausländischen, noch alles angedeihen lassen will. Die Motivation, die dahinter steht ist offensichtlich. Es geht nicht darum seriöse Lösungswege für ein ernsthaftes Problem zu finden, sondern mit ausländerkritischem Populismus verlorenen Boden im Wahlkampf wiedergut zu machen. Im Kochschen Gebräu ist alles enthalten, was die konservative Klientel- gerne auch rechts von der Mitte- mobilisieren soll: Vorbehalte gegen “Multi-Kulti“, Abrechnung mit der Integrationspolitik, Angst vor Überfremdung und Gewalt, sowie das Preisen deutscher Lösungen.
Als ob alles so einfach wäre. Natürlich stimmt es, dass der Anteil jugendlicher Straftäter mit Migrationshintergrund bei Gewaltdelikten überproportional hoch ist. Dies aus falsch verstandener politischer Korrektheit totzuschweigen und Denkverbote aufzuerlegen wäre sicherlich ein Fehler. Es ist auch für niemanden wirklich nachvollziehbar, dass jemand, der in kurzer Zeit schon über 40 Delikte begangen hat, noch immer frei sein Unwesen treiben kann.
Aber allein härtere Strafen bringen nichts, das belegen alle Studien aus dem In- und Ausland, zumal das deutsche Jugendstrafrecht ausreichend Maßnahmen zur Verfügung stellt. Entscheidend ist die Umsetzung vor den Gerichten, hieran kann der Gesetzgeber aber nichts ändern. Der Nährboden für solche Gewalttaten sind eine über Jahrzehnte von allen Parteien katastrophal geführte Integrationspolitik, ein ungerechtes Bildungssystem und die daraus resultierende Perspektivlosigkeit. Übrigens auch für ostdeutsche Jugendliche, die Ausländer jagen. Womit deutlich wird, dass es sich weniger um ein kulturelles, als vielmehr um ein soziales Problem handelt.
Auch der Ruf nach leichteren Abschiebungen ist faktisch oftmals ein Schuss ins Leere. Zur Erinnerung: einer der beiden Täter in München stammt aus Griechenland und kann somit als EU-Bürger nicht so einfach abgeschoben werden.
Völlig entlarvt wird der Pharisäer Koch, wenn man auf sein eigenes Land Hessen blickt. Dort wurden in den vergangen Jahren massiv Stellen bei der Polizei abgebaut, bei Richtern und Staatsanwälten Dezernate aufgelöst und bei der Jugendgerichtshilfe die Zuschüsse gekürzt. Hier werden also Polizei und Justiz kaputt gespart und können so die vielfältigen Möglichkeiten, die das deutsche Jugendstrafrecht bietet, nicht anwenden. Am 1. Januar trat in Hessen das neue Gesetz zum Strafvollzug von Jugendlichen in Kraft. Hierbei handelt es sich um das liberalste in Deutschland, bei dem Koch seine sanfte Seite in der Realität zeigt. Anders als in anderen Bundesländern wird nicht der Bestrafungs- sondern der Erziehungsgedanke in den Vordergrund gestellt, therapeutische Maßnahmen mit offenem Vollzug werden ausdrücklich hervorgehoben, was von Koch dieser Tage auch gern als “Kuschelpädagogik“ verunglimpft wurde. Damit ist Koch sogar über Vorgaben von Bundesjustizministerin Zypries hinaus gegangen, die einen restriktiveren Strafvollzug für Jugendliche vorsah. Die Aussagen von Koch stehen also in eklatantem Widerspruch zu seinem Handeln in der politischen Wirklichkeit. Aber wenn man mit schlechten Umfragewerten in den Wahlkampf zieht, ist es halt ein leichtes die populistische Trumpfkarte auszupacken und wie schon einmal mit Hilfe der Bild-Zeitung eine Hetz-Kampagne zu starten. Aber Geschichte wiederholt sich nicht.
Jens Ginal, für die Jusos Schriesheim- Dossenheim.

 

12.02.2008 in Gemeindenachrichten

12.12.07

 

Besuch der Tagespflegeeinrichtung
Vergangenen Freitag besuchten wir die Tagespflege der Sozialstation Schriesheim in den Fensenbäumen, um uns ein Bild von der dort geleisteten Arbeit zu machen. Bei unserer Ankunft duftete es bereits nach frisch gekochtem Kaffee und die älteren Gäste warteten schon gespannt am gedeckten Tisch auf uns. Leiterin Marion Barcke erklärte uns zunächst den täglichen Ablauf in der Einrichtung. Die Senioren werden morgens mit einem Bus abgeholt und verbringen den Vormittag mit unterhaltsamen Dingen wie beispielsweise Gesellschaftsspielen oder Spaziergängen, vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Nach dem Mittagessen gibt es eine Ruhephase von anderthalb Stunden, bevor es am Nachmittag weitergeht und es zum Abschluss noch Kaffee und Kuchen gibt. Gegen 16 Uhr werden die Senioren dann wieder nach Hause gebracht. Etwa 10 Leute täglich erfahren so eine kleine Abwechslung vom Alltag und profitieren davon, in der Gemeinschaft die Zeit zu verbringen anstatt alleine zu Hause zu sitzen. Insbesondere für alleinstehende Personen ist dies eine ungemein wichtige Möglichkeit mit gleichaltrigen in Kontakt zu bleiben. Hierbei geschieht alles auf freiwilliger Basis, d.h. die Senioren können sich die Tage aussuchen, an denen sie kommen wollen, die meisten sind etwa 2 mal die Woche da. Allein eine Frau aus Ladenburg kommt jeden Tag.
Bei Kaffee und Kuchen kamen wir mit den Senioren ins Gespräch, erklärten insbesondere unseren beruflichen bzw. studientechnischen Werdegang und verbrachten so einen kurzweiligen und teils witzigen Nachmittag, vor allem die Schlagfertigkeit manch älterer Dame brachte Stimmung in die Runde. Wir möchten uns auf diesem Wege nochmals bei Marion Barcke und ihrem Team für die Gastfreundschaft bedanken und als Botschaft weitergeben, dass die Senioren in der Tagespflegeeinrichtung bestens aufgehoben sind.
Jens Ginal, für die Jusos Schriesheim-Dossenheim.

 

11.02.2008 in Gemeindenachrichten

27.11.07

 

Rentenrealität
Obwohl die Rentenkassen prall gefüllt sind, können Ruheständler im kommenden Jahr nur mit einem Prozent Erhöhung ihrer Bezüge rechnen. Auch die Beitragszahler können frühestens 2011 mit einer Entlastung rechnen. Dies geht aus den aktuellen Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung hervor, die dank der guten Konjunktur und der verbesserten Lage am Arbeitsmarkt diese positive Zwischenbilanz vorstellen konnte. Insbesondere mahnten die Experten, mit den Überschüssen wieder mehr Rücklagen in der gesetzlichen Rentenkasse aufzubauen.
Dem folgte das Bundeskabinett in seinem aktuellen Rentenversicherungsbericht sogleich, den es in der letzten Woche verabschiedet hat. Die Politiker der Regierungskoalition haben sich also davor gehütet, etwaigen Begehrlichkeiten nachzugeben, die angesichts der guten Zahlen aufkommen könnten. Denn an der Grundsituation im Rentensystem hat sich dennoch nichts geändert. Mit den jetzt erzielten Überschüssen wird lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Notreserve wieder aufgefüllt, nachdem man in den letzten Jahren immer von der Hand in den Mund gelebt hat und nur haarscharf an der Untergrenze dieses Finanzpolsters entlang gehangelt ist. Aufgrund der demographischen Entwicklung stehen immer weniger Beitragszahlern immer mehr Bezieher von Rentenansprüchen gegenüber. Die gesetzliche Rente allein reicht daher nicht mehr aus, insbesondere die Jüngeren sind angehalten privat vorzusorgen, obwohl selbst dies nicht hundertprozentige Gewähr gegen Altersarmut bietet. Da die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen immer mehr ansteigt und somit die Rentenbezugsdauer länger wird, war die Rente mit 67 eine logische Folge um den finanziellen Rahmen nicht zu sprengen.
Dies ist die Realität im deutschen Rentensystem So wünschenswert und nachvollziehbar die Forderungen nach niedrigeren Beiträgen, höheren Renten und früherem Renteneintrittsalter auch sind, sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Aufgrund der oben beschriebenen Fakten, wird sich diesbezüglich in den kommenden Jahrzehnten nicht viel ändern, vorausgesetzt man will nicht den Generationenvertrag aufkündigen und nach dem Motto “Nach uns die Sintflut“ leben.
Jens Ginal, für die Jusos Schriesheim-Dossenheim.

 

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