Jahreshauptversammlung Jusos Rhein-Neckar: Dietrich als Vorsitzende wiedergewählt

Kreisverband

Fundierter Austausch von Argumenten und hitzige Diskussionen: Die Jahreshauptversammlung der Jusos hat Stoff für Augen und Ohren geboten. Über 70 Anwesende waren beredtes Zeugnis von der Tatsache, dass die Jusos Rhein-Neckar ein lebendiger Verband sind.

Neben den alljährlichen Wahlen stand in Form des Satzungsänderungsantrags eine wichtige Entscheidung im Raum. Zu Anfang begrüßte die Vorsitzende Marissa Dietrich alle anwesenden Jusos und Gäste, darunter den Bundestagsabgeordneten Lothar Binding und den Landtagsabgeordneten Thomas Funk.

Es folgte die Entscheidung über den Antrag zur Satzungsänderung. Künftig wird jeden Monat eine ordentliche Mitgliederversammlung durchgeführt, um den Mitgliedern mehr Mitsprachemöglichkeiten einzuräumen. Die geplante Änderung wurde mit der erforderlichen 2/3-Mehrheit angenommen, wodurch der bisherige Vorstand durch zwei neue Ämter, den/die Medienbeauftragte/n und der/die Mitgliederbeauftragte/n, ergänzt wird.

Die nächsten Tagesordnungspunkt waren die Rechenschaftsberichte der Vorsitzenden Marissa Dietrich und des Geschäftführers Alexander Leonhardt. Dietrich konnte auf ein erfolgreiches Arbeitsjahr mit verschiedensten Seminaren, darunter das Epfenbach-Seminar, erfolgreichen Aktionen wie dem Kampf gegen Rechts und gemeinsamen Unternehmungen wie dem Ausflug zum SWR zurückblicken. Der Bericht des Geschäftführers fiel ebenso erfreulich aus und wurde durch die Kassenrevisoren bestätigt.

Nach Entlastung des Vorstands folgte der mit Spannung erwartete Tagesordnungspunkt „Wahlen“. Hier stand zunächst die Wahl einer neuen Vorsitzenden an. Für das Amt bewarben sich Daria Becker und die bisherige Vorsitzende Marissa Dietrich.

In ihren Bewerbungsreden erklärten beide, wie sie in Zukunft die Arbeit der Jusos gestalten wollen, welche Themen ihnen hierbei besonders am Herzen lägen. Becker will sich vor allem in der Arbeits- und Bildungspolitik engagieren. In ihrer Rede verglich sie die Jusos mit einem Boot: es sei ihre Aufgabe, dieses kleine Boot sicher zu steuern und zu lenken.

Dietrich legte ihr Augenmerk hauptsächlich auf Sozialpolitik. Gleichstellung und Gleichberechtigung für MigrantInnen und Schwulen und Lesben müsse zentrales Ziel der Jusos sein.

Das mit Spannung erwartete Ergebnis stand schon nach kurzer Zeit fest: Bereits im ersten Wahlgang wurde Marissa Dietrich mit 27 zu 16 Stimmen mit der erforderlichen absoluten Mehrheit erneut zur Vorsitzenden der Jusos Rhein Neckar gewählt.

Es schloss sich die Wahl der drei StelvertreterInnen an. Hier wurden die zuvor unterlegene Daria Becker mit 25, Martin Göhler mit 28 und Bastian Jansen mit 26 Stimmen gewählt.

Die Wartezeit auf die Ergebnisse wurde zur Antragsberatung genutzt. Hier ging es zum einen um den Nichtraucherschutz. Ein Antrag, der eine Verschärfung dieses Schutzes nach bayerischem Vorbild vorsah, wurde nach erschöpfender Diskussion mehrheitlich abgelehnt.

Es folgte die Wahl zur Geschäftsführerin. Hier konnte sich Caroline Hannak im zweiten Wahlgang gegen Jana Ihrig durchsetzen konnte und mit 23 zu 17 Stimmen trotz Abwesenheit das Amt ergattern.

Die Wahl zur Medienbeauftragten konnte Isabell Link im zweiten Wahlgang gegen Jana Ihrig für sich entscheiden. Kurz vor Schluss berieten die Jusos sich noch über einen Antrag zur Abschaffung des Alkoholverkaufsverbots. Dieser wurde mehrheitlich angenommen.

Die letzte Wahl des langen Abends zum Mitgliederbeauftragten gewann Benjamin Knoth im ersten Wahlgang. Abschließend ging es zum gemütlichen Ausklang Richtung Heidelberg, wo sich Diskussion und Meinungsaustausch noch tief in die Nacht fortsetzten.

 

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