Max Weber zufolge bedeutet Macht jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht. Üblicherweise ist sie ein ungleich verteiltes Geschenk, was sich auch auf den Ausgang von Verhandlungen auswirkt.
Ergebnisse des Workshops „Verhandlungsstrategien“ während des Epfenbachseminars II/2009
Jusos in Aktion
Was Macht in Verhandlungen begründet und wie man die eigene Position stärken kann, haben wir in einem theoretischen Teil besprochen. Da eine Theorie zu kennen nicht gleich heißt diese umzusetzen, wurde eine Verhandlung mit verteilten Rollen nachgestellt. Thema der Verhandlung war entsprechend dem Thema des Seminars die Umsetzung des Bologna-Prozesses. Dabei wurde klar, wie sehr die Professorale Mehrheit in Ausschüssen der Universitäten der Umsetzung geschadet hat.
Es wurde aber auch klar, dass Studierende bei guter Vorbereitung, geschickter Verhandlungsführung und entsprechend klarer Zielsetzung negative Auswirkungen der Umstellung auf Bachelor und Master zumindest mildern können. Denn durch Schwächung bestimmter Machtressourcen der professoralen Mehrheit können studentische Anliegen zumindest teilweise durchgesetzt werden.
Moritz Gentsch
Homepage Jusos Rhein-Neckar
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