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SPD-Nachwuchs erteilt Nachhilfe: Homosexuelle sind keine "Andersartigen"!

Pressemitteilungen

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos) im Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen sind entsetzt über die Haltung Olav Guttings (MdB) zum Thema Homosexualität. Laut Hockenheimer Tageszeitung und Guttings eigener Homepage antwortete Gutting auf die Frage einer Schülerin, wieso sich die CDU so schwer beim Thema Homosexualität tue, mit den Worten, die CDU habe nichts gegen "Andersartige". Wir Jusos verurteilen diese Worte und die Haltung aufs Schärfste und fordern eine Entschuldigung Guttings bei allen homosexuellen Menschen. Die Jusos Karlsruhe-Land und die Jusos Bruchsal haben bereits am vergangenen Wochenende über ihre Facebook-Profile auf Guttings Äußerungen aufmerksam gemacht und diese verurteilt. Seit Montag dieser Woche ist auf der Homepage Guttings eine wachsweiche Erklärung seiner Äußerung im betreffenden Bericht zu lesen, die aus Sicht der Jusos nicht glaubwürdig wirkt.

Laut dem Sprecher der Jusos Karlsruhe-Land Marko Vidakovic zeige Guttings Verhalten das wahre Gesicht der CDU, nämlich dass diese Partei auch heute nicht im 21. Jahrhundert angekommen sei: "Ohne das Bundesverfassungsgericht hätte die schwarz-gelbe Regierung in Sachen Gleichstellung homosexueller Menschen nichts getan, sondern hätte weiterhin zur Diskriminierung aktiv beigetragen. " Dass Herr Gutting homosexuelle Menschen als Andersatige bezeichne, aber gleichzeitig behaupte, er sei für eine steuerliche Gleichstellung von Homo-Ehen gewesen, sei an Heuchelei nicht zu übertreffen. "Schon beim Thema Wasserprivatisierung zeigte Gutting seine Verantwortungslosigkeit, seine Haltung zum Thema Homosexualität ist jedoch der Gipfel der Unverschämtheit. Mein Fazit: Abwählen! Mit Daniel Born von der SPD haben wir schließlich einen Kandidaten, der des Amtes als MdB auch würdig ist und der sich, wie die ganze SPD, für die volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Ehen einsetzen wird", so Vidakovic.

Daria Becker, stellvertretende Vorsitzende der Jusos Rhein-Neckar, zeigte sich ebenfalls bestürzt über Guttings Aussage. Auch sie könne nicht verstehen, wie ein MdB eine solche Haltung an den Tag legen könne und sie frage sich, wie lange dieses schwarz-gelbe Trauerspiel noch andauern solle: "Was muss denn noch passieren, damit die Menschen endlich erkennen, dass Schwarz-Gelb ihre Lebensperspektiven kaputt macht? Familienpolitisch ist diese Regierung eine Katastrophe - besonders die ablehnende Haltung gegenüber gleichgeschlechtlichen Ehen sowie die Einführung des Betreuungsgelds statt Kitaplätze zu schaffen, zeigt das ganz deutlich.“ Die Art der diskriminierenden Aussage Guttings zeigt, dass unser Engagement in Sachen Gleichstellung wichtig ist und wir weiter für eine tolerante und bunte Gesellschaft kämpfen müssen. Derartige Aussagen sollten bald der Vergangenheit angehören. Gute Gleichstellungspolitik scheiterte in den letzten Jahren immer an der Union. Es ist Zeit, dem ein Ende zu setzen und endlich die fehlende Gleichberechtigung herzustellen. Dafür steht die SPD mit Peer Steinbrück und Daniel Born. "Durch Solidarität muss man Politikerinnen und Politikern wie Gutting zeigen, dass Ausgrenzung homosexueller Menschen in unserer Mitte keinen Platz hat", so Becker. Deshalb fordern die Jusos zur Teilnahme am Christopher Street Day in Mannheim auf.

 

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