Gemeinderatsfraktion:
Nach langen, intensiven und im Endspurt kontroversen Diskussionen um die Ausführungsvariante des Mensabaus am Schriesheimer Schulzentrum, hat der Gemeinderat vergangene Woche mit der Vergabe der Rohbauarbeiten den Startschuss zu dessen Realisierung gegeben - erstmals einstimmig.
Die Notwendigkeit und den Gewinn für den Schulstandort Schriesheim sah und sieht die große Mehrheit des Gemeinderats. Die SPD Schriesheim war von Beginn an ein starker Fürsprecher für den Mensabau. Dieses Projekt liegt ganz auf unserer bildungspolitischen Linie.
Wir hatten - wie auch die Schulen - die Götz-Variante bevorzugt. Leider zeigt sich schon jetzt - bei der Vergabe der Rohbauarbeiten -, dass ein wesentliches Hauptargument der Befürworter der Morast-Planung hinfällig ist: die Kostenstabilität. Bereits hier kommt es zu Mehrkosten von 30.000 Euro.
Es scheint, dass Architekten bei derartigen Projekten im öffentlichen Raum die gewünschte Kostenstabilität nicht gewährleisten können. Daher schmerzt die mehrheitliche Ablehnung der von allen späteren Nutzern bevorzugten Götz-Planung durch den Gemeinderat noch immer. Es war jedenfalls falsch wegen befürchteter Kostensteigerungen diese abzulehnen.
Schließlich überwog vergangene Woche jedoch auch in unseren Reihen die Freude darüber endlich den Startschuss zum Mensabau geben zu können. Es bleibt zu hoffen, dass uns weitere Kostensteigerungen erspart bleiben.
Sebastian Cuny für die Jusos Schriesheim-Dossenheim
Veröffentlicht am 28.10.2008
Die Stellungnahme von Sebastian Cuny zum Mensabau in der Gemeinderatssitzung vom 28. Mai 2008:
„Herr Bürgermeister,
meine Damen und Herren,
das Positive vorweg: Egal wie wir heute entscheiden, es wird eine gute Entscheidung für unser Schulzentrum sein. Mit dem Bau der Mensa setzen wir das richtige Zeichen für die Zukunft Schriesheims als Schulstadt.
G8 und der generelle Trend hin zur Ganztagsschule erfordern, dass die Schulen Möglichkeiten zum Essen und Verweilen für die Schülerinnen und Schüler und die Lehrerinnen und Lehrer anbieten.
Als Schulträger eröffnen wir mit der heutigen Entscheidung unseren Schulen im Schulzentrum alle Optionen für die spätere Ausrichtung.
Beide vorliegenden Pläne stellen daher eine Bereicherung und einen Gewinn für den Schulstandort Schriesheim dar.
Die Planungen des Architekten Morast und von Herrn Prof. Götz unterscheiden sich bei den harten Fakten (Funktionalität, Kosten, Nutzungsmöglichkeiten etc.) nur in Nuancen. Beide bieten gleich viele Sitzplätze an. Der vorgegebene Kostenrahmen wird eingehalten. Auch wenn die stark tendenziöse Verwaltungsvorlage anderes unterstellt. Doch wir haben uns beim Mensabau schon einmal auf die Aussagen der Verwaltung verlassen und wurden später eines Besseren belehrt.
Sowohl die Planung Morast wie auch Götz schlagen einen Außenbereich vor, dessen Realisierung wir befürworten.
Die Funktionalität ist ebenfalls als gleichwertig zu bewerten.
Laut Gutachter sind bei beiden Varianten auch keine Probleme bei der Be- und Entlüftung zu erwarten.
All diese harten Faktoren stufen letztendlich die beiden Planungen als gleichwertig ein.
Bei den weichen Faktoren wie Architektur, Optik und ähnlichem ist festzuhalten, dass sich der Plan Morast nach den Vorgaben der Verwaltung architektonisch in die Umgebung einpasst. Prof. Götz konnte als Urheber der bestehenden Gebäude freier planen. Sein Entwurf kommt entsprechend frischer daher.
Der rechteckige Grundriss der Morast-Planung lässt mehr Variationen bei der späteren Nutzung zu. Götz hingegen macht schon durch die Architektur eine spätere Nutzung als Mensa deutlich.
Bei all diesen Gemeinsamkeiten und geringen Vor- und Nachteilen des einen gegenüber des anderen Plans, haben wir in der SPD unsere Entscheidung lange abgewägt. Und wo möglich den Rat von Externen eingeholt.
Wir entscheiden heute über ein Gebäude, das das Bild unseres Schulzentrums für die nächsten Jahrzehnte prägen wird. Daher müssen wir, auch wenn es sicher nicht jedem leicht fällt, die Vorgeschichte zu den jetzt vorliegenden Planungen bei unserer Entscheidung außen vor lassen.
Von Anfang an hat die SPD die klare Position vertreten, dass die Mensa kein Speisesaal, sondern der soziale Treffpunkt des Schulzentrums werden soll. Der Ort an dem die Schülerinnen und Schüler und die Lehrerinnen und Lehrer aller im Schulzentrum beheimateten Schulen zusammenkommen und sich wohl fühlen sollen.
Da die harten Sachkriterien keinen eindeutigen Favoriten ergeben haben, waren für uns die weichen Faktoren entscheidend. Sprich die zu erwartende Atmosphäre der Räumlichkeiten und die positive Grundeinstellung der späteren Nutzer gegenüber des Baus. Sie sind es, die die Mensa zum lebendigen Treffpunkt des Schulzentrum machen werden und somit zum Erfolg der Einrichtung beitragen.
Das eindeutige Votum aller Betroffenen hat für uns den Ausschlag gegeben. Wir begrüßen es daher sehr, dass auf Drängen der Fraktionssprecher die Stellungnahmen aller Schulen des Schulzentrums eingeholt wurden.
Die Schulkonferenzen des Gymnasiums, der Realschule und der Grund- und Hauptschule, die SMV des Gymnasiums, die Elternbeiräte und schließlich der JGR haben sich einstimmig für die Planung von Prof. Götz ausgesprochen.
Wir können uns der Argumentation anschließen, dass diese Planung durch ihren Zuschnitt bei der späteren Einrichtung insbes. Bestuhlung mehr Abwechslung bietet und sich in diesen Räumlichkeiten deutlicher der gewünschte Bistro- und Mensacharakter umsetzen lassen wird.
Die SPD folgt daher dem Wunsch aller Angehörten und wird den Antrag der Verwaltung (für den Entwurf Morast) ablehnen.“
Veröffentlicht am 16.06.2008
Ende Juni 2007 haben die Jugendlichen aus Schriesheim, Altenbach und Ursenbach zum vierten Mal ihren Gemeinderat gewählt. Auf Initiative der Jusos hatte die Stadt 2001 den beim „großen“ Gemeinderat nicht wahlberechtigten 14- bis 18jährigen die Möglichkeit gegeben in einer Wahl ihre persönlichen Interessensvertreter zu bestimmen.
Die Schriesheimer Jugend hat diese Chance von der ersten Wahl an genutzt und dem JGR durch hohe Wahlbeteiligung stets an ein gewichtiges Fundament gegeben.
200 Jugendliche gaben bei der letzten Wahl ihre Stimmen für den neuen Jugendgemeinderat ab. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von knapp 30 Prozent – erneut ein Spitzenwert im nationalen Vergleich.
Wir danken allen, die den Weg ins Wahllokal gefunden haben, als Kandidaten bereit waren einen Teil ihrer Freizeit für andere zu opfern, gratulieren allen Gewählten recht herzlich und wünschen dem vierten Schriesheimer Jugendgemeinderat ein erfolgreiches Arbeiten für Schriesheim, Altenbach und Ursenbach.
Die Einstellung der Jugendsozialarbeiterin und die Fortschritte am Jugendhaus und –park auf dem Push-Gelände zeigen, dass der Jugendgemeinderat viel für die Jugend in unserer Stadt bewegt. Weiter so!
Sebastian Cuny für die Jusos Schriesheim-Dossenheim
Veröffentlicht am 04.07.2007